Die Verwirklichung des Traums vom Eigenheim ist für jede Person einer der wichtigsten Schritte im Leben. Immerhin bindet man sich fest an einen Standort; aber nicht nur aus diesem Grund sollte ein so wichtiger Schritt gut überlegt sein.
Der größte Vorteil einer eigenen Immobilie ist mit Sicherheit die Einsparung der regelmäßigen Mietzahlungen, welche berechnet man die Mietsteigerung mit ein sicher die größte momentane und zukünftige monatliche Belastung darstellt. Daneben dient die Immobilie der Altersvorsorge oder auch einfach als Kapitalanlage.
Wer eine Immobilie bauen oder kaufen möchte, sollte diesen Schritt aber nicht kurzfristig ins Auge fassen. Die Planung zur Finanzierung des Objekts sollte schon frühzeitig beginnen, denn bei Hypothekarkrediten handelt es sich um langfristige Darlehen mit einer meist sehr hohen Kreditsumme. Daher ist der Aufbau von mehreren Finanzierungsstandbeinen äußerst wichtig.
Eigenkapital
Planen Sie, die Immobilie selbst zu bewohnen, sollten Sie soviel Eigenkapital wie möglich investieren. Am besten: 25 bis 30 Prozent der Anschaffungskosten. Auch Eigenleistungen während der Bauphase können als Eigenkapital gesehen werden. Wichtig dabei ist eine genaue Aufstellung der Vermögensteile über die Sie kurzfristig verfügen können. Verschaffen Sie sich einen Überblick über bestehende Verpflichtungen wie laufende Kredite und ziehen Sie diese Beträge von Ihrem bisherigen Kapital ab. Die positive Differenz, die unterm Strich heraus kommt, können Sie als Eigenkapital einsetzen.
Hypothekendarlehen
Nachdem Sie berechnet haben, wie viel Kapital Sie zur Finanzierung aufbringen können, müssen Sie nun überprüfen, ob Sie sich ein Hypothekendarlehen leisten können. Das heißt: Können Sie sich die monatlichen Tilgungsraten leisten? Stellen Sie dazu eine Liste mit den monatlichen Einnahmen und Ausgaben zusammen und kalkulieren Sie dabei nicht zu knapp. Denken Sie dabei auch an Kosten, die nur einmal pro Jahr anfallen und kalkulieren Sie eventuelle Notfälle mit ein.
Beachten Sie, dass Hypotheken- und Geschäftsbanken die Immobilie oftmals nur bis 60 Prozent des Beleihungswerts finanzieren.
Zusätzliches Darlehen
Reicht die Finanzierung bis 60 Prozent und das Eigenkapital nicht aus, müssen weitere Finanzierungsmöglichkeiten wie z.B. Lebensversicherungen oder Bausparverträge ausgeschöpft werden. Oder Sie nehmen bei einer anderen Bank ein weiteres Darlehen auf. Dann sollten Sie aber anhand Ihrer Einnahmen-Ausgaben-Bilanz exakt nachprüfen, ob weitere Tilgungsraten in Ihrem finanziellen Rahmen noch möglich sind.
Risiko und Sicherheit
Neben der Finanzierung der Immobilie sollten Sie sich aber auch zusätzlich Gedanken über mögliche Risiken machen. Denn was passiert, wenn Sie arbeitslos werden oder Ihren Beruf wegen einer Krankheit oder eines Unfalls nicht mehr ausüben können? Sind Sie als Kreditnehmer in diesem Fall nicht genug abgesichert, droht die Zwangsversteigerung.
Aus diesem Grund sollten Sie sich ausreichend absichern. Eine Lebensversicherung und eine Versicherung gegen Arbeitsunfähigkeit sind dringend zu empfehlen. Eine Lebensversicherung mit ausreichendem Todesfallschutz kann einerseits Ihre Familie im Extremfall finanziell absichern, und andererseits kann die Versicherung zur Darlehenstilgung verwendet werden.
Wer baut, sollte auch an eine Bauleistungsversicherung bzw. eine Bauherrenhaftpflichtversicherung denken. Mit Ersterer können Sie sich gegen Schäden an den Bauleistungen durch höhere Gewalt absichern. Die Haftpflichtversicherung für Bauherren leistet hingegen bei Sach-, Vermögens- und Personenschäden, die Dritten zugefügt werden.


